"Weil Tradition verpflichtet" - Apotheke in Dörzbach blickt auf über 300 Jahre zurück

Unsere Apotheke blickt auf eine lange und spannende Geschichte zurück.
Alles begann 1688 in dem malerischem, einstigem „Ritterort„, der gerade mal 600 Einwohner hatte. Albrecht Ludwig von Eyb, ein Angehöriger eines fränkischen Uradelsgeschlechts, veranlasste damals eine Apotheke „ mit Krambladen“ zu eröffnen.

Der zur damaligen Zeit als Erstinhaber der Apotheke geltende Paul Hartmann Schuppig, hatte 1689 aus dem Besitz der gnädigsten von Eybschen Herrschaft
den vorderen Teil eines neu erbauten Doppelhauses erworben. Dieses kaufte er für 264 Gulden und baute es zur Apotheke um. Leider schied der Apotheker im Alter von circa 30 Jahren am 11. Februar 1690 an der hitzigen Krankheit, also an Typhus, in Dörzbach aus dem Leben.

Nach dem Tode war das Haus noch hoch mit Schulden belastet, so dass die Witwe sich nicht anders zu helfen sah, als den Hauskauf rückgängig zu machen. Bevor es so weit war, wurde der Betrieb aber zunächst von einem Provisor weitergeführt. Der aus der hübschen nordbayerischen Kleistadt Rothenburg ob der Tauber stammende Johannes Daniel Hussel vermählte sich im September 1690 mit der verwitweten Frau Anna Catharina.

Johann Voittel (1669-1717), der Sohn eines Schumachers aus dem niederbayerischen Velden ist als dritter Apotheker nach Dörzbach gekommen und heiratete im gleichen Jahr die älteste Pfarrherrntochter Anna-Magdalena, geborene Hammer. Das Ehepaar wurde mit einem sechsfachen Kindersegen beglückt. Im Jahr 1717 verstarb Johann Voittel. Sein Sohn Otto Joh. Ursprünglich war es vorgesehen, dass Christian Voitel die Apotheke übernahm, doch da dieser im zarten Alter von gerade Mal 19 Jahren aus dem Leben verschied, kam es leider nicht mehr so weit.

Erneut wurde nach einem Provisor für die Apotheke gesucht. Es war der Apotheker Friedrich Hoffmann ( 1685-1726) aus Durlach, der diesen Posten schließlich übernahm. Im Mai 1718 nahm er Anna Magdalena, verwitwete Voittel, geb. Hammer zu seiner Gattin. Nach achtjähriger Tätigkeit in Dörzbach verstarb im Juli 1726 auch der 4. Besitzer dieser geschichtsträchtigen Apotheke.
In den darauffolgenden Jahren wurden mehrere Apothekergesellen, von der zweimal verwitweten Apothekenbesitzerin eingestellt.

Im Jahr 1730 zog der junge Pfarrersohn Johann Elias Seyboth (1710 -1780) als Apothekenverwalter nach Dörzbach. Als er mündig geworden war, heiratet er im Juni 1731 die zweite Tochter seiner Prinzipalin: Anna Dorothea Voittel. Er hatte bald das Vertrauen seiner Mitbürger gewonnen und wurde dadurch 1742 zum Richter( Gemeinderat) ernannt. Nur wenige Jahre später übernahm auch er das Amt des Bürgermeisters. Unter seiner Kassenführung ist es ihm gelungen, das Haus von der bald hundertjährigen Schuld zu befreien. Dem Bürgermeister Seyboth soll es zu verdanken sein, dass die hochgesprengte Steinerne Brücke über die Jagst 1763/1764 durch die Gemeindeverwaltung errichtet wurde.

Ab 1760 übernahm als mittlerweile sechster Apotheker in Dörzbach Herr Johan Georg Ludwig Seyboth das Amt. Es hatte den Anschein, dass er in der väterliche Apotheke schon als Verwalter tätig gewesen war. Fortan ging er eine Ehe mit der Verwaltungstochter Friedericke Joh. Rebekka Maria, geb. Beck aus Dörzbach ein und die beiden bekamen acht Kinder. Auch ihr dritter Sohn – Johan Georg Seyboth trat in die Fußstapfen seines Vaters und erlernte den Beruf des Pharmazeuten. Nach langjähriger Gesellenzeit übernahm er im März 1793 die Leitung der Apotheke von seinem Vater. Im gleichen Jahr nahm er Joanna Maria, die Tochter des Frankenbachers Pfarrer J.Chr. Kronacher zu seiner Frau. Die Apotheke führt er in dritter Generation bis zu seinem Tod im Jahr 1811. Die Witwe Johanna M. übergab die Apotheke zunächst an einen Provisor, woraufhin sie dann verpachtet wurde.

Apotheker Carl-Christoph Hauffe kaufte das alte Haus Nr. 31 und errichtete 1824 ein neues Apothekengebäude. Als sein Nachfolger kam Johann Georg La Roche.

1921 wurde die Apotheke von Apotheker Ernst Balkenhol übernommen. Im Jahre 1937 kaufte Dr. Max Peschkes die Apotheke und führte sie durch die schlimmen Jahre bis nach dem Krieg 1947.

Nachfolger waren das Apotheker-Ehepaar Weisgerber, welches bis 1960 die Marien-Apotheke geführt hatte. 

Apotheker Karl Rumstich sanierte das renovierungsbedürftige Gebäude und war bis 1973 Besitzer der Apotheke. 1974 kaufte das Apotheker-Ehepaar Kempgens die Marien-Apotheke.

1984 wurde die Apothekerin Angelika Brunner als erste Frau der Dörzbacher Apothekengeschichte die alleinige Inhaberin. 

Unser Team

Herr Kania

Apotheker/ Inhaber

Schwerpunkt:
Arzneimittel Beratung, Cannabisberatung, Inkontinenzberatung

Sprachen: Deutsch, Polnisch, Englisch

Herr Stróżek

Apotheker

Schwerpunkt:
Arzneimittelberatung,  Inkontinenzberatung

Sprachen: Deutsch, Polnisch, Englisch, Russisch

Frau Mujanović

Apothekerin

Schwerpunkt:
Kosmetikberatung

Sprachen: Deutsch, Serbokroatisch

Jenny

PTA

Schwerpunkt:
Labor und Rezeptur,
Mutter und Kind Gesundheit, Homöopathie

Sprachen: Deutsch, Englisch

Frau Bauhof

PTA

Schwerpunkt:
Inkontinenzberatung,
Homöopathie,
Darmgesundheit

Sprachen: Deutsch

Frau Augsdörfer

PTA

Schwerpunkt:
Labor und Rezeptur,
QMS

Sprachen: Deutsch

Frau Ehrler

PKA

Schwerpunkt:
Lagerlogistik, Botendienst

Sprachen: Deutsch

Frau Senmajer

PKA

Schwerpunkt:
Warenwirtschaft,
Lagerpflege,
Warenpräsentation

Sprachen: Deutsch, Russisch

Frau Kreker

PKA

Schwerpunkt:
Warenwirtschaft,
Lagerpflege,
Warenpräsentation

Sprachen: Deutsch, Russisch